Danke, Bernd!

Das Gespenst des Populismus geht um, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Erst war es ein kleines Gespenst Preußlerscher Dimension, das sich an AfD-Erfolgen bei diversen Landtagswahlen langsam, aber stetig nährte. Spätestens mit dem Wahlsieg Donald Trumps in den USA aber ist es zu unerwarteter Größe aufgestiegen und schreckt Politiker wie Menschen in aller Welt. weiterlesen …

Zivilisation, unvollendet

Wie geht es weiter mit der Emanzipation?

Wieviel »Quote« braucht unsere Gesellschaft noch, bis Gleichberechtigung als »normal« gilt?
Wieviel »Quote« braucht unsere Gesellschaft noch, bis Gleichberechtigung als »normal« gilt?

Geht Ihnen der Gender-Diskurs auch so gewaltig auf den Geist? Diese ewig unzufriedenen Frauen, deren immergleiches Mantra »Quote« lautet und die – so ist anzunehmen – mit ihrem Gequengel nicht eher ruhen, bis auch wir Männer Kinder kriegen. Jetzt läuft auch noch »Suffragette« in den Kinos, ein heroisierendes Filmchen über Frauenrechtler, ’tschuldigung: Frauenrechtlerinnen, den nicht nur die Presse als »erstaunlich aktuell« beschreibt. Und damit leider Recht hat. weiterlesen …

Mehr Dialog wagen

Tauscht Argumente statt Parolen zu brüllen!

Reden können wir alle – aber führen wir auch einen Dialog?
Reden können wir alle – aber führen wir auch einen Dialog?

Günther Jauch kann vielleicht gar nichts dafür. Er scheint ein netter Mensch zu sein, ich hatte das – nunja – Vergnügen, ihm bei einer seiner letzten Talkshows im Gasometer zuzusehen. Er plauderte charmant mit dem Publikum und wirkte entspannt, aber fokussiert. Nur die anschließende Talkrunde, die sich unvermeidlicherweise dem Schicksal Deutschlands angesichts der Flüchtlingszahlen widmete, gelang es ihm nicht zu leiten. Seine Schuld? Wohl eher nicht.

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Die Europa-WG

Was, wenn harmonisches Miteinander unser Handeln bestimmte …

Rostock/ Stralsund 1986
Im »anderen« Deutschland, Rostock 1986

Meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch herrschte Krieg. Auch wenn es ein sogenannter »Kalter Krieg*« war, kamen dabei Menschen um, nicht wenige davon bei dem Versuch, die Sperranlagen zwischen den beiden deutschen Staaten zu überwinden. Beim Versuch des Systemwechsels also, meist motiviert von dem Wunsch nach einem Leben in größerer Selbstbestimmung und Freiheit.

Die Bedrohung dieses Krieges war für mich, Geschöpf des Unruhe-Jahrgangs ’68, durchaus auszuhalten. Lebte ich doch, dessen war ich sicher, auf der richtigen Seite der »Grenze« und so weit von ihr entfernt, dass »die da drüben« allenfalls merkwürdige, bestimmt aber bedauernswerte Bewohner eines Staates waren, der seinen Bürgern weder Colt Seavers* noch Raider* bieten konnte. Alles in allem ziemlich jämmerlich also. weiterlesen …

Da geht noch was!

Über den Wahn der Selbstoptimierung

Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.
Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.

»An apple a day keeps the doctor away.« Was jahrzehntelang als Formel für ein gesundes Leben ausreichte, gilt heute als Anachronismus erster Güte. Heute überschütten uns Gesundheits-Dienstleister mit nützlichen Hinweisen und Tipps, wie unser Leben gesund, erfüllt und womöglich bald ewig verläuft – und zwar am liebsten per App. Installiert mit einem Tastendruck, erhalten wir weit mehr als nur Gesundheits- und Ernährungshinweise. Die digitalen Helferlein berechnen unseren Body-Mass-Index, eine Größe, ohne deren Kenntnis ein aufgeklärter Mensch im 21. Jahrhundert nicht leben kann. Sie begleiten uns auf dem Weg zum Idealgewicht, sensibilisieren uns für kalorienarme Ernährung und empfehlen tägliche Fitnessübungen. Sie motivieren uns sogar zum Nichtrauchen und dazu, die Abstinenz auch durchzuhalten. Es sind Anwendungen voller segensreicher Wirkungen, es ist die Rettung der Welt. Halleluja!

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»Die ich rief, die Geister, …«

Leben ohne Smartphone?

(Drei Minuten Lesezeit)

Smartphone: »Daddeln« für die »Medienkompetenz«?
Mobilgeräte sind überall – die Klagen darüber auch

Der Fortschritt ist manchmal ein trügerischer Freund. Was war ich damals froh, als ich Telefongespräche mit Freunden, und erst recht mit Stefanie aus der Parallelklasse, nicht mehr im elterlichen Wohnzimmer führen musste. Ein schnurloser Apparat verlegte das Gespräch, das gleich eine Nuance vertrauter verlief, auf das abgewetzte Sofa meines Zimmers. Als Berufseinsteiger dann ermöglichte mir ein Mobiltelefon, dessen Nutzung mich an die Spitze der elaborierten Menschheit katapultierte, den Zurückgebliebenen am ehemaligen Studienort in aller Ausführlichkeit von den goldenen Zukunftsaussichten eines PR-Volontärs zu berichten. Allein das etwas undurchsichtige Tarifsystem, das natürlich noch keine Flatrate kannte, verkürzte alsbald meine Berichte, weil vom sowieso schon überschaubaren Einstiegsgehalt rasch ein nennenswerter Teil dem Netzbetreiber zugeführt werden musste. weiterlesen …

Was will Querstraße.net?

Das Logo von querstrasse.net
Das Logo von querstrasse.net

Ist unsere Welt komplexer geworden oder haben wir nur den Überblick verloren? Oder ist das eine die Ursache für das andere? Jedenfalls werden wir Querstraßen-Autoren das Gefühl nicht los, dass eine Orientierung, die mehr ist als das bloße unhinterfragte Folgen des Mainstreams, heute oft schon durch die mangelnde Einsicht in Zusammenhänge oder das Fehlen eines eindeutigen Bewertungsrasters erschwert wird. Wenn sie nicht schon an der schieren Fülle an Alternativen scheitert.

Dieses Blog ist unser Versuch, eine gegenläufige Bewegung zu initiieren,

eine Begrenzung auf Wesentliches im vielstimmigen Kanon so genannter »Meinungsmacher«; ein Ringen um eine Position – immer auch in dem Bewusstsein, dass falsch und richtig nur eine Frage des Standpunktes ist. weiterlesen …