Danke, Bernd!

Das Gespenst des Populismus geht um, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Erst war es ein kleines Gespenst Preußlerscher Dimension, das sich an AfD-Erfolgen bei diversen Landtagswahlen langsam, aber stetig nährte. Spätestens mit dem Wahlsieg Donald Trumps in den USA aber ist es zu unerwarteter Größe aufgestiegen und schreckt Politiker wie Menschen in aller Welt. weiterlesen …

Hmmmm, jetzt ’nen Kaffee!

Aber lieber aus dem Mehrwegbecher

(Vier Minuten Lesezeit)

coffeetogo
Coffee to go – der Mix aus Pappe und Plastik macht Recycling schwierig.

Es sind ja oft die Kleinigkeiten, die das Leben so angenehm machen oder es wenigstens erleichtern. Zum Beispiel zwischen zwei Terminen schnell mal eben mit einem Espresso »runterkommen« – doch halt: irgendetwas stimmt doch hier nicht!?

 

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Ohne Auto mobil sein.

Radfahren und Carsharing gegen Kreislauf- und Verkehrskollaps.

(Vier Minuten Lesezeit)

Paris, Arc de Triomphe
Der Verkehrskollaps als normaler Dauerzustand – längst nicht mehr nur in Großstädten wie hier in Paris.

Unsere Straßen platzen aus allen Nähten. In den Städten geht mindestens zweimal am Tag (haha, zur »Rush hour«, welch wundervoller Euphemismus!) gar nichts mehr und dazwischen auch nur noch wenig. Die Aggressivität im Straßenverkehr steigt zunehmend an. Entspannte Gesichter auf dem meist als einzigem besetzten Fahrersitz sieht man nur noch selten. Die Suche nach einem Parkplatz dauert oft länger als die vorausgegangene Kurzstreckenfahrt von einem zum anderen Stadtteil, und wehe, es will gleichzeitig noch ein anderer in die gerade frei werdende Lücke, dann – Ring frei!

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Die Europa-WG

Was, wenn harmonisches Miteinander unser Handeln bestimmte …

Rostock/ Stralsund 1986
Im »anderen« Deutschland, Rostock 1986

Meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch herrschte Krieg. Auch wenn es ein sogenannter »Kalter Krieg*« war, kamen dabei Menschen um, nicht wenige davon bei dem Versuch, die Sperranlagen zwischen den beiden deutschen Staaten zu überwinden. Beim Versuch des Systemwechsels also, meist motiviert von dem Wunsch nach einem Leben in größerer Selbstbestimmung und Freiheit.

Die Bedrohung dieses Krieges war für mich, Geschöpf des Unruhe-Jahrgangs ’68, durchaus auszuhalten. Lebte ich doch, dessen war ich sicher, auf der richtigen Seite der »Grenze« und so weit von ihr entfernt, dass »die da drüben« allenfalls merkwürdige, bestimmt aber bedauernswerte Bewohner eines Staates waren, der seinen Bürgern weder Colt Seavers* noch Raider* bieten konnte. Alles in allem ziemlich jämmerlich also. weiterlesen …

Da geht noch was!

Über den Wahn der Selbstoptimierung

Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.
Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.

»An apple a day keeps the doctor away.« Was jahrzehntelang als Formel für ein gesundes Leben ausreichte, gilt heute als Anachronismus erster Güte. Heute überschütten uns Gesundheits-Dienstleister mit nützlichen Hinweisen und Tipps, wie unser Leben gesund, erfüllt und womöglich bald ewig verläuft – und zwar am liebsten per App. Installiert mit einem Tastendruck, erhalten wir weit mehr als nur Gesundheits- und Ernährungshinweise. Die digitalen Helferlein berechnen unseren Body-Mass-Index, eine Größe, ohne deren Kenntnis ein aufgeklärter Mensch im 21. Jahrhundert nicht leben kann. Sie begleiten uns auf dem Weg zum Idealgewicht, sensibilisieren uns für kalorienarme Ernährung und empfehlen tägliche Fitnessübungen. Sie motivieren uns sogar zum Nichtrauchen und dazu, die Abstinenz auch durchzuhalten. Es sind Anwendungen voller segensreicher Wirkungen, es ist die Rettung der Welt. Halleluja!

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