Die Europa-WG

Was, wenn harmonisches Miteinander unser Handeln bestimmte …

Rostock/ Stralsund 1986
Im »anderen« Deutschland, Rostock 1986

Meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch herrschte Krieg. Auch wenn es ein sogenannter »Kalter Krieg*« war, kamen dabei Menschen um, nicht wenige davon bei dem Versuch, die Sperranlagen zwischen den beiden deutschen Staaten zu überwinden. Beim Versuch des Systemwechsels also, meist motiviert von dem Wunsch nach einem Leben in größerer Selbstbestimmung und Freiheit.

Die Bedrohung dieses Krieges war für mich, Geschöpf des Unruhe-Jahrgangs ’68, durchaus auszuhalten. Lebte ich doch, dessen war ich sicher, auf der richtigen Seite der »Grenze« und so weit von ihr entfernt, dass »die da drüben« allenfalls merkwürdige, bestimmt aber bedauernswerte Bewohner eines Staates waren, der seinen Bürgern weder Colt Seavers* noch Raider* bieten konnte. Alles in allem ziemlich jämmerlich also. weiterlesen …

Hysterisch aus Gewohnheit?

Besonnenheit üben im Dauerfeuer von Katastrophenmeldungen

Havarie
Was ist hier wieder passiert?

(Vier Minuten Lesezeit)

»Wir suchen Ihre gute Nachricht!« – Redaktionen rufen zurzeit die Leser auf, mal etwas Positives zu schreiben. Kein Wunder, dass die Profi-Journalisten in der Hinsicht jetzt schon die Hilfe ihrer Konsumenten in Anspruch nehmen müssen. Man verlernt es wohl, über die guten Seiten des Lebens zu berichten, wenn die Konzernzentrale unter dem Druck sinkender Leser-/Hörer-/Zuschauer-Quoten ständig eine Knallernachricht nach der nächsten einfordert.

Als Podcast anhören:

 

Haben Krisen, Kriege und Katastrophen in den vergangenen 25/30 Jahren wirklich exponentiell zugenommen?

Orientierten wir uns nur an den Nachrichtenarchiven, müssten wir zu diesem Schluss kommen. Ich glaube allerdings nicht, dass dies tatsächlich der Fall ist. Betrachten wir zum Beispiel Naturphänomene wie Taifune oder Tsunamis, so haben Wissenschaftler tatsächlich eine auf dem Klimawandel gründende Zunahme feststellen können. Wäre ein Anwachsen derartiger Unwetter aber in dem Maße zu verzeichnen, wie gefühlt darüber berichtet wird, wären CO2-Reduktion und Regenwaldschutz längst weltweiter Konsens und wir müssten nicht dafür demonstrieren gehen. weiterlesen …