Da geht noch was!

Über den Wahn der Selbstoptimierung

Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.
Jetzt bloß keine falsche Wahl treffen! Im Zweifel hilft eine App.

»An apple a day keeps the doctor away.« Was jahrzehntelang als Formel für ein gesundes Leben ausreichte, gilt heute als Anachronismus erster Güte. Heute überschütten uns Gesundheits-Dienstleister mit nützlichen Hinweisen und Tipps, wie unser Leben gesund, erfüllt und womöglich bald ewig verläuft – und zwar am liebsten per App. Installiert mit einem Tastendruck, erhalten wir weit mehr als nur Gesundheits- und Ernährungshinweise. Die digitalen Helferlein berechnen unseren Body-Mass-Index, eine Größe, ohne deren Kenntnis ein aufgeklärter Mensch im 21. Jahrhundert nicht leben kann. Sie begleiten uns auf dem Weg zum Idealgewicht, sensibilisieren uns für kalorienarme Ernährung und empfehlen tägliche Fitnessübungen. Sie motivieren uns sogar zum Nichtrauchen und dazu, die Abstinenz auch durchzuhalten. Es sind Anwendungen voller segensreicher Wirkungen, es ist die Rettung der Welt. Halleluja!

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»Die ich rief, die Geister, …«

Leben ohne Smartphone?

(Drei Minuten Lesezeit)

Smartphone: »Daddeln« für die »Medienkompetenz«?
Mobilgeräte sind überall – die Klagen darüber auch

Der Fortschritt ist manchmal ein trügerischer Freund. Was war ich damals froh, als ich Telefongespräche mit Freunden, und erst recht mit Stefanie aus der Parallelklasse, nicht mehr im elterlichen Wohnzimmer führen musste. Ein schnurloser Apparat verlegte das Gespräch, das gleich eine Nuance vertrauter verlief, auf das abgewetzte Sofa meines Zimmers. Als Berufseinsteiger dann ermöglichte mir ein Mobiltelefon, dessen Nutzung mich an die Spitze der elaborierten Menschheit katapultierte, den Zurückgebliebenen am ehemaligen Studienort in aller Ausführlichkeit von den goldenen Zukunftsaussichten eines PR-Volontärs zu berichten. Allein das etwas undurchsichtige Tarifsystem, das natürlich noch keine Flatrate kannte, verkürzte alsbald meine Berichte, weil vom sowieso schon überschaubaren Einstiegsgehalt rasch ein nennenswerter Teil dem Netzbetreiber zugeführt werden musste. weiterlesen …

Stereotypen oder »Rhythm of Life«?

Über Murmeltiertage und andere Periodika

Schaf
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem Schaf sein.« (Albert Einstein)

Mein Sohn ist 14. Seit ein, zwei Jahren hat er für sich das Philosophieren als Hobby entdeckt – vorzugsweise mit seinem Vater. Das ist manchmal anstrengend, meistens aber sehr belebend und es schärft meinen Blick dafür, wie die nachwachsende Generation die Dinge sieht.

»Schreibst du auch mal was über Rhythmus, Papa?« …

… schlug er mir spontan vor, als ich ihm von diesem Blog-Vorhaben erzählte.

Als Podcast anhören:

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Was will Querstraße.net?

Das Logo von querstrasse.net
Das Logo von querstrasse.net

Ist unsere Welt komplexer geworden oder haben wir nur den Überblick verloren? Oder ist das eine die Ursache für das andere? Jedenfalls werden wir Querstraßen-Autoren das Gefühl nicht los, dass eine Orientierung, die mehr ist als das bloße unhinterfragte Folgen des Mainstreams, heute oft schon durch die mangelnde Einsicht in Zusammenhänge oder das Fehlen eines eindeutigen Bewertungsrasters erschwert wird. Wenn sie nicht schon an der schieren Fülle an Alternativen scheitert.

Dieses Blog ist unser Versuch, eine gegenläufige Bewegung zu initiieren,

eine Begrenzung auf Wesentliches im vielstimmigen Kanon so genannter »Meinungsmacher«; ein Ringen um eine Position – immer auch in dem Bewusstsein, dass falsch und richtig nur eine Frage des Standpunktes ist. weiterlesen …